Imola markierte den Auftakt der FIA-Langstrecken-WM 2026 und endete für das PEUGEOT TotalEnergies-Team enttäuschend mit den 9X8-Boliden #94 und #93 auf den Rängen zwölf und sechzehn. Das Team analysiert nun akribisch Boxenstopps, Reifenauswahl und Fahrzeugperformance, um Ursachen für Tempoverluste zu identifizieren. Vor dem Sechs-Stunden-Rennen in Spa-Francorchamps in drei Wochen steht eine umfassende Optimierung aller technischen Aspekte und strategischen Abläufe im Mittelpunkt der Vorbereitungen. Darüber hinaus werden Simulationsmodelle und Telemetriedaten verfeinert.
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Position vier vernichtet: Nummer 94 verliert sechs Plätze frühzeitig

6 Stunden von Imola: Ein herausfordernder Saisonauftakt für das Team (Foto: PEUGEOT)
Ausgehend von Position vier verlor der #94 bereits in der Startphase zwei Plätze, was die anfängliche Angriffsstrategie schwächte. Eine unpräzise und unvorteilhafte Reifenentscheidung beim ersten Boxenstopp im Mitteldrittel führte zu weiteren vier Verlusten. Loic Duval absolvierte daraufhin zwei konsequent solide Stints auf Medium-Pneus, bevor Theo Pourchaire das Auto übernahm. Den abschließenden Einsatz auf Medium-Reifen bestritt Malthe Jakobsen und kämpfte sich erfolgreich zurück, um den Boliden letztlich auf Rang zwölf abzustellen.
Start fünfzehn: Resta klettert, Cassidy dreht sich, Vandoorne kämpft
Nach dem Start rangierte Paul Di Resta seinen Wagen von Position 15 in der ersten Runde auf Platz 14 und festigte nach dem ersten Stopp den zwölften Rang. Etwa zwei Stunden später verlor Nick Cassidy beim Verlassen der Boxengasse aufgrund unzureichend erwärmter Pneus die Fahrzeugkontrolle, was einen Rückfall auf Position 16 zur Folge hatte. Stoffel Vandoorne übergab abschließend in den weichen Reifen das Steuer, konnte aber nicht im Top-15-Segment verbleiben.
Konservative Reifenwahl #94, aggressives Mischkonzept #93 maximieren gezielt Punkteausbeute
Nach heterogenen Qualifying-Ergebnissen entschied sich das Team für zwei divergent abgestimmte Herangehensweisen. Wagen #94 setzte auf konservatives Reifenmanagement, frühe und kurze Boxenstopps sowie Medium-Reifen, um die Startposition zu halten. Parallel sollte #93 mit einer aggressiveren Strategie, bestehend aus verlängerten Distanzen auf Mediums, weichen Reifen im Schlussstint und späteren Wechselzyklen Überholchancen nutzen und Punkte für die Gesamtwertung maximieren. Beide Ansätze zielten darauf ab, die Teampunkte zu diversifizieren und wechselnde Rennsituationen auszunutzen.
Fahrer kritisieren Reifenmanagement und dichte Verkehrssituationen als wichtige Optimierungsansätze

6 Stunden von Imola: Ein herausfordernder Saisonauftakt für das Team (Foto: PEUGEOT)
Am 9. Mai steht Spa-Francorchamps im Fokus, weshalb Teamchef Emmanuel Esnault die umfangreichen Imola-Logfiles sorgfältig auf Schlüsselparameter untersucht. Primär werden technische Feinabstimmung sowie Abläufe an der Box unter die Lupe genommen. Im Zentrum der Analyse steht die Reifenstrategie, um optimale Performance und gleichmäßiger Verschleiß sicherzustellen. Fahrer heben inconsistent grip levels und riskante Überholvorgänge im engen Feld als wesentliche Verbesserungsfelder hervor, die nun gezielt adressiert werden. Datengetriebene Strategien optimieren den Erfolg.
Das PEUGEOT TotalEnergies-Team zeigt mit dem 9X8 Höchstengagement in jeder Rennphase auf. Das innovative Hybriddesign liefert zusätzliche Energie, während das Konzept für variantenreiche Strategieschritte ausgelegt ist. Durch lückenlose Erfassung und Echtzeitanalyse fahrzeugspezifischer Daten kann die Reifenabnutzung präzise prognostiziert und der Boxenstopp perfekt terminiert werden. Dieses Zusammenspiel von Technik und Methodik verschafft den Fahrern spürbare Performance-Gewinne. Mit diesen optimierten Abläufen startet das Team motiviert in die kommenden Rennen rund um Spa-Francorchamps.

