Wissmann: CO2-basierte Kfz-Steuer muss im nächsten Schritt folgen

VDA begrüßt rasche Entscheidung der Koalitionsfraktionen zum Konjunkturpaket

"Die deutsche Automobilindustrie begrüßt die rasche und mit großer Mehrheit getroffene Zustimmung der Koalitionsfraktionen zum Konjunkturpaket der Bundesregierung. Die befristete Aussetzung der Kfz-Steuer beim Kauf eines Neuwagens ist eine Sofortmaßnahme, die klare Signale in den Markt sendet. Notwendig ist allerdings in einem zweiten Schritt die rasche Einführung einer CO2-basierten Kfz-Steuer, damit die verunsicherten Verbraucher auch langfristig Planungssicherheit haben", betonte Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA).

"Die im Konjunkturpaket ebenfalls enthaltene Absicherung der Mittelstandsfinanzierung, die Investitionsimpulse für den Mittelstand und die Finanzierung dringend notwendiger Verkehrsinvestitionen können zu einer Stabilisierung der Konjunktur und zur Sicherung von Beschäftigung am Standort Deutschland beitragen", so Wissmann. Die Politik habe mit diesen Entscheidungen Handlungsfähigkeit bewiesen. Der VDA-Präsident unterstrich: "Wir sollten nicht zulassen, dass diese wichtigen Entscheidungen, die in einem schwierigen Umfeld mit großer Mehrheit getroffen wurden, nun von Kritikern kleingeredet werden. Angesichts der rezessiven Gesamtkonjunktur haben wir nicht Zeit, um in endlosen Diskussionen immer neue Vorschläge zu diskutieren."

Gerade bei der Aussetzung der Kfz-Steuer sei zu begrüßen, dass die umweltfreundlichen Fahrzeuge aller Hersteller in jedem Segment von der Neuregelung profitieren könnten, sagte Wissmann. Eine rasche Erneuerung der Fahrzeugflotte durch verbrauchsärmere Neuwagen würde direkt zum Klimaschutz beitragen. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge auf deutschen Straßen läge mittlerweile bei über 8 Jahren, erläuterte Wissmann. "Jedes Jahr, um das wir den Fahrzeugbestand in Deutschland verjüngen, spart 800 Mio. Liter Kraftstoff. Das entspricht 2 Mio. Tonnen CO2 jährlich."

"Unabhängig davon wollen die Kunden Planungssicherheit hinsichtlich der zukünftigen Ausgestaltung der Kfz-Steuer. Zusammen mit den Ländern muss der Bund deshalb mit unverminderter Geschwindigkeit die Umstellung der Kfz-Steuer auf die Basis des CO2-Ausstoßes vorantreiben. Das wäre die konsequente Ergänzung und Fortführung der jetzigen Maßnahmen, die die Autokonjunktur dauerhaft stützen könnte", betonte der VDA-Präsident.


Quelle: Pressemitteilung von: Verband der Automobilindustrie e. V. (VDA) vom 13.11.2008